Tagebuch eines Vespa-Reisenden

Rote Vespa mit Fahrerportrait im SpiegelSeit 2004 bin ich jetzt mit meinem Roller – einer Vespa P200 E – BJ 1979 – kreuz und quer durch Österreich unterwegs.

In diesem Blog berichte ich über meine Vespatouren zum Nachlesen und auch zum Nachfahren. 

Noch nicht ganz vollständig – aber die Routen werden (wenn wieder befahren) immer wieder auf neuesten Stand gebracht – und die eine oder andere Lücke nachträglich gefüllt.

Viel Spass und Roll on!

Published in: on 1. Mai 2004 at 18:01  Schreibe einen Kommentar  
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Alpine Hochschaubahn – der schönste Weg von Graz nach Wien – Vespa-Tour 2016

Am letzten Tag meiner heurigen Vespa-Tour wollte ich noch einem kartographischen Mysterium auf den Grund gehen – entgegen meinem bisherigen Motto von „bekannten Wegen neu entdecken“. Dabei fand ich im Murtal neue Wege, hinter Mariazell eine alte Geliebte und die vermutlich schönste Roller-Route zwischen Graz und Wien.

Rote Vespa vor dem Kunsthaus Graz

schon 2009: vor dem Kunsthaus Graz

Zuerst ging es aber auf Entdeckungsreise. Schon seit Jahren frage ich mich, ob es im Murtal – parallel zur S35 eine vernünftige Straße gibt, um auch ohne Vignette direkt von Graz nach Bruck/Mur zu fahren. Die Antwort lautet „L 121“. Zuerst folgen wir noch der B67 durch Graz – am Hauptbahnhof vorbei – überqeren wir mit Ihr im Norden der Stadt die Mur, um dieser nun bis nach Bruck zu folgen.

Die ersten Kilometer außerhalb der steirischen Landeshauptstadt lassen einen aufatmen und schenken der Vespa wieder etwas Auslauf. Das Fahraufkommen ist überschaubar, da nicht nur die Mur, sondern auch die A9 unsere parallele Begleiterin ist. Zumindest bis nach Friesach – dort trennen sich A9 und S35 (was uns eigentlich egal sein kann) und die B67 wird zur L 121 oder auch „Brucker Begleitstraße“. Und das trifft es eigentlich ziemlich gut. Wir begleiten die S35 bis nach Bruck/Mur. Und das so dicht, dass man manchmal glaubt auf der Schnellstraße selbst zu fahren.

Immer noch rechts der Mur geht es schnell durch Peggau und bis nach Fronleiten. Bei der Ortseinfahrt – scharf links – unter der Schnellstraße durch – überqueren wir den Kreisverkehr gerade aus und in weiterer Folge die Mur. Nun umkreisen wir die Fronleitner Altstadt um wieder unseren siamesischen Schnellstraßen-Zwilling zu finden. Wir folgen der Landstraße, immer neben S35 und Mur – durch Röthelstein und vorbei an Mixnitz (am anderen Mur-Ufer). Wir halten uns eher links und bleiben der L121 Richtung Bruck/Mur eisern treu – mal links der Schnellstraße, mal rechts der Schnellstraße. Den Kreisverkehr nach Mixnitz – mit dem Abzweiger Richtung Mautstatt lassen wir rechts liegen und unterqueren die S35, um uns beim nächsten Kreisverkehr nach rechts gleich wieder an die Schnellstraße anzuschmiegen. Nun gibt es kein Entkommen mehr. Schnell und schwungvoll folgen wir den letzten Kilometern durch waldige Uferhänge immer entlang der Mur und nähern uns gemeinsam mit überschaubarem Verkehrsaufkommen nun Bruck, dass sich langsam durch die ersten Häuser ankündigt – diese Erstbefahrung war eine echte Neu-Entdeckung einer super Roller-Straße, die mich in Zukunft bestimmt wiedersehen wird. (mehr …)

Auf der Packerstraße von Kärnten nach Graz – Vespa-Tour 2016

Abwechslungsreiche Tagestour auf einer klassischen Route durch den Süden Österreichs.

Es scheint unglaublich… aber in über 12 Jahren Vespa-Tour bin ich noch nie über die Pack gefahren – das sollte sich heuer ändern. Und um dem inoffiziellen Motto der 2016er Tour gerecht zu werden gestaltete ich die Zufahrt „auf bekannten Wegen“.

Ich machte ein paar Tagen Pause am Millstätter See, wo ich die letztjährige Vespa-Wanderung (1.000 Höhenmeter Vespa – den Rest per pedes) nochmal machte und auch meine Empfehlung nur wiederholen kann.

Rote Vespa über dem Millstätter See Wieder startete ich mit einer alten Bekannten – der Millstätter Straße, die den Abschied von meinem Stammhaus – der Villa Margarethe – etwas einfacher machte. Die Kurven entlang des Sees sind ein guter Einstieg. Der hauptsächlich touristische Autoverkehr ist eher entspannt. So bringt uns die B98 vorbei an Radenthein – wo wir diesmal nicht Richtung Bad Kleinkirchheim abzweigen – sondern der Bundesstraße vorbei an Feld am See und Afritz am See folgen.

Auch hier tut sich eine Roller-Traum-Straße auf – wenn der Verkehr mitspielt. Denn so mancher zu entspannte Tourist kann einem schon den Flow rauben, wenn er (oder manchmal auch sie) immer gerade 10 km/h langsamer als die eigene Wohlfühl-Geschwindigkeit unterwegs ist und weder Straße noch Verkehr ein überholen zulassen. Da heißt es ruhig bleiben und die Landschaft genießen … und von der gibt es reichlich. Oder man macht eine kurze Pause um etwas Abstand zu gewinnen – manchmal reichen schon zwei, drei Minuten – und das Fahrgefühl ist auf einmal doppelt so schön.

Kurz vor Villach treffen wir auf die B94 und den Ossiacher See. Dieser ist nun fast bis Feldkirchen unser Begleiter. Auch hier ist eine ruhiges Gemüt gefragt. Denn auch hier heißt es sich meist in einer Kolonne einzuordnen, sich treiben zu lassen und einfach die Fahrt und wenn möglich den Ausblick genießen. Die Kurven entlang des Sees sind auch hier, und auch mit reduzierter Geschwindigkeit flüssig und flott, sodass wir Feldkirchen schnell erreichen und ebenso schnell umfahren. (mehr …)

Durch die Alpen – vom Salzkammergut nach Kärnten – Vespa-Tour 2016

Wunderschöne Tagestour durch Alpentäler und schließlich durch den Alpenhauptkamm selbst.

Auch am zweiten Tag der Vespa-Tour 2016 folgte ich bekannten Wegen – nur andersrum und zu „meinen Bedingungen“.

Rote Vespa am Hallstätter See

Das beginnt gleich im Almtal, wo ich und mein Roller der „Romantikstraße“ von Scharnstein nach Gmunden folge. Nach dem Ort führt uns die B120 durch ein dunkles Waldstück und schließlich einige (auch schärfere) Kurven hoch. Auf diesem „Hochplateau“ geht es dann von Feldern und Weiden gesäumt ins Salzkammergut, das wir mit dem Ortsbeginn von Gmunden erreichen. Normal empfehle ich hier den Weg durch die Stadt und die Esplanade am See entlang. Da der Ort aber wegen einer großen Baustelle zur Zeit nicht durchfahren werden kann, musste ich diesmal die Umfahrung nehmen, die uns neu und sehr großzügig ausgebaut, schnell auf die B145 in Richtung Ebensee bringt.

Nachdem wir den Gmundner Stadtverkehr – so etwa in Altmünster – hinter uns gelassen haben, beruhigt sich der Verkehr wieder etwas und der Traunsee ist unser Begleiter geworden. Seiner Uferstraße folgen wir nun durch Traunkirchen, wo wir auf den ersten längeren Tunnel des Tages treffen – nicht der letzte. Der Geisswandtunnel ist mit seinen gut 2km der Auftakt zu einer kleinen Tunnelkette, die uns am Ende in Ebensee ausspuckt.

Nach der schnellen Ortsdurchfahrt folgen wir weiter der B145 – jetzt der Traun entlang. Wachte schon während der Fahrt neben dem Traunsee der Traunstein mächtig über uns, so wird die Landschaft nun allgemein alpiner. Immer dem Fluss entlang schlängelt sich die Salzkammergutstraße immer tiefer Richtung Alpenhauptkamm. Und zwar schnell – so schnell, dass man bei Bad Ischl aufpassen muss den Abzweiger rechts nach Bad Goisern nicht zu verpassen. Das ist mir passiert – aber nach dem kurzen Kaiserparktunnel gibt es eine Kreuzung zum Umdrehen. Sodass ich dann doch noch den Weg weiter auf der B145 fand.

Denn wir folgen weiter der Traun und erreichen Bad Goisern, wo kurz nach der Ortsdurchfahrt rechts die B166 Richtung Hallstatt abzweigt. Bei Steeg überqueren wir zum letzten Mal die Traun und treffen auf den Hallstätter See, der mit einigen „Parkbuchten“ und natürlich auch mit einem Abstecher nach Hallstatt zu einer Pause einlädt. (mehr …)

Von Wien ins Almtal – Vespa-Tour 2016

Entspannende Tagestour auf einer meiner Lieblingsstrecken – der B1 – diesmal etwas weiter ausgefahren. Meine heurige Roller-Tour war wohl eine der emotionalsten – und das schon auf der ersten Etappe. Sonst führte mich mein Weg immer zuerst in mein Elternhaus nach St.Valentin, nahe der Grenze zwischen Ober- und Niederösterreich. Auch weil die Vespa-Werkstatt meines Vertrauens dort – gleich ums Eck in Ennsdorf – zu Hause ist. Dies würde heuer zum letzten Mal der Fall sein. Generell ging es mir dieses Jahr nicht um Erst-Befahrungen, sondern um das wieder-entdecken von schon bekannter Etappen – teils in die andere Richtung – für neue Perspektiven.

Die B1 – Bekanntes immer wieder neu entdecken Rote Vespa in Kapelln in Niederösterreich 2014

Von Wien aus beginnt die B1 unspektakulär im Ortsverkehr durch Auhof und Purkersdorf, ehe wir nach Gablitz hoch zum Riederberg fahren. Dort eröffnet sich uns der weite Blick über die Ebene des Tullnerfelds. Hier führen uns die Riederberg-Kehren runter und sind ein erster Vorgeschmack auf die kommenden Berg-Etappen der vor uns liegenden Tour.

Bis St.Pölten gibt es ein abwechslungsreiche Mischung aus flotten Kurven und langen Geraden, wo wir die Vespa mal „fliegen“ lassen können – unterbrochen von den Ortsdurchfahrten in Sieghartskirchen, Mitterndorf, Michelndorf, Kapelln und noch einiger anderer Straßendörfern. Ab Pottenbrunn kündigt spätestens die Unterführung der Schnellstraße S33 den Stadtverkehr von St.Pölten an.

Abwechslungsreiche Kurven zwischen Donau, West- & Autobahn

Den B1 Markierungen Richtung Melk/Linz folgend lässt sich die niederösterreiche Landeshauptstadt schnell durchfahren. Auch danach ändert sich wenig am Charakter der B1. Obwohl ich die Strecke inzwischen schon so oft gefahren bin, entdecke ich entlang der Strecke immer wieder neue Aspekte und Ausblicke, die mir bislang verborgen blieben. Auch so manche neue Umfahrung, die durch den Umbau der Westbahnstrecke entstanden ist, sorgt für (meist) hochgeschwinde Abwechslung. Egal ob die Kurvenkombinationen zwischen Prinzersdorf und Großsierning oder vor und nach Melk. Es ist eine Bundesstraße, die für einen Roller gemacht zu sein scheint. (mehr …)

Die B1 – quer durch Oberösterreich – eine Rehablitation mit Haken – Vespa-Tour 2015

Überraschend kurzweilige Halbtagestour von Salzburg aus quer durch Oberösterreich.

Rote Vespa bei VöcklabruckIch habe mich ja an dieser Stelle schon mal etwas abfällig über die Bundesstraße 1 durch Oberösterreich geäußert. Dieses Urteil muss ich (zum Teil) revidieren. Vor allem der Abschnitt in Salzburg – vorbei an Eugendorf, am Wallersee, durch Straßwalchen weiter nach Oberösterreich bis Vöcklabruck ist überraschend kurzweilig. Kein Rollerhimmel – aber ein gute Bundesstraße, auf der man flott, aber doch stilvoll das Land durchmessen kann.

Leider ist im Gegensatz zu meiner Hauptstrecke – der B1 in Niederösterreich – das Verkehrsaufkommen um einiges höher. Was dem Roller-Reisen etwas die Entspannung nimmt. Dieser Effekt verstärkt sich ab Vöcklabruck vorbei an Attnang-Puchheim, Schwanenstadt bis Lambach.

Darum beschloss ich kurz nach Lambach einen Haken zu schlagen. Wir verließen die B1 Richtung Sattledt. Die Charakter der Strecke änderte sich sofort. Da war wieder das Gefühl der freien Entscheidung, wie man fahren möchte. Kein taktisches Fahren, das sich nach Kolonnen oder Überhol-Süchtigen richtete. Schnelle Kurvenkombinationen durch sanftes Hügelland. Dieser Eindruck änderte sich auch nach der Autobahnkreuzung Sattledt nicht, wo wir links auf die B122 Richtung Kremsmünster einbogen. Bis zur und von der Stiftsstadt aus „flog“ die Vespa durch die Landschaft und der Fahrer genoss es in vollen Zügen. (mehr …)

Entspannende Alpen-Querung durch den Felbertauern nach Salzburg – Vespa-Tour 2015

Für die Vespa „einfache“, aber für den Fahrer anstrengende Tagestour von Kärnten über die Felbertauernstraße, Pass Thurn und das kleine deutsche Eck nach Salzburg.

Rote Vespa über Mittersill mit Blick Richtung Felbertauern

Nach einem weiteren Ruhetag und kleineren Roller-Reparaturen waren Vespa und Fahrer wieder fit für den Rückweg. Dieser begann wegen des Tourismus-Verkehrs gemächlich auf der B98 von Millstatt Richtung Seeboden. Entgegen meiner Gewohnheit überholte ich die Stop&Go-Kolonne wo es ging. So machte ich auf knapp 5 km 10 min. gut – was zeitlich einen Tankstopp einbrachte – aber eigentlich nicht sehr viel Zeitgewinn (bzw. -verlust) ist. Nach der Autobahnknoten Spital löste sich der Verkehr langsam auf und so konnten wir bis Spital an der Drau gut Fahrt aufnehmen. Gleich nach dem Ortsschild bogen wir rechts Richtung Lienz ab. Die Ortsstraße bringt uns automatisch zur Bundesstraße 100, die ab sofort unser Highway Richtung Ost-Tirol ist.

Und wahrlich – die B100 ist ein Highway. Sehr schnell bringt uns die Auto-Schnellstraße immer weiter ins Obere Drautal. Dabei ist die Fahrt überraschend unstressig. Vielleicht lag es an der Mittagszeit, aber der Verkehr war überschaubar und es kam zu keinen gewagten Überholmanövern, die sonst auf so schnellen Überlandstraßen an der Tagesordnung sind. Vor allem wenn man sich mit 80 bis 90 km/h deutlich unter der erlaubte Höchstgeschwindigkeit bewegt.

Aber an diesem Tag erlaubte die entspannte Fahrt durch Ost-Tirol sogar den einen oder anderen abschweifenden Blick Richtung Hohe Tauern einerseits und die Gailtaler Alpen andererseits zu werfen. Bis Lienz blieben wir dem Highway B100 treu. Ab der Ost-Tirol-Hauptstadt ging es dann mit der B108 weiter – diesmal hoch hinauf zur Felbertauern-Straße.

Schon länger wollte ich die Alpenquerung durch den „Felbertauern“ ausprobieren. Und was lange währt wird endlich gut. Den ich entdecke den wohl angenehmsten Weg um die Alpen von Süd nach Nord zu überqueren. (mehr …)

Vespa-Wandertag auf die Lammersdorfer Alm – Vespa-Tour 2015

Rote Vespa auf der Lammersdorfer Alm bei MillstattNach einem Tag Regenpause in meiner gewohnten Millstätter Herberge, der Villa Margarethe, war es wieder einmal Zeit für einen Wandertag. Das hat sich als körperlich aktiver Ausgleich zu den zwar anstrengenden, aber eher passiven Roller-Tagen bewährt.

Dieses mal war es für beide eine Wanderung – für die Vespa und für mich. Von Millstatt führt die Gemeindestraße hoch nach Ober-Millstatt und von dort weiter nach Lammersdorf. Die Zufahrt zur Alm ist ausgeschildert. Nach der kleinen Mautstelle (Gebühr: 5,- mit der Millstätter Inclusive Card kostenlos) gibt es eh nur mehr einen Weg und der führt nach oben.

Mit knapp 20 Kehren werden von Millstatt bis zur Almhütte etwa 1.000 Höhenmeter überwunden. Das ist jetzt nicht unbedingt das Lieblingsterrain für die Vespa, aber in gemütlicher Fahrweise problemlos zu schaffen. Die Straße ist gut ausgebaut und asphaltiert. Nur die regelmäßigen Regen-Rinnen sorgen für laufende Holperstellen. Oben angekommen bieten sich bei der Hütte genügend Parkplätze – aber mit dem Roller findet man immer einen kleinen Rastplatz. Den hat sich die Vespa auch verdient, während ich mich zu einer vierstündigen Rundwanderung auf den Enzian-Grant-Steig machte. (mehr …)

4x Roller-Himmel zwischen dem Mostviertel und dem Millstätter See – Vespa-Tour 2015

Anstrengende Tagestour vom Mostviertel durch das Ybbstal und das Gesäuse, über die Triebener Tauern und die Turracher Höhe nach Kärnten.

Die Roller-Tour 2015 begann ich auf vertrauten Wegen – meiner B1 Heimstrecke. Eigentlich wollte ich dann gleich weiter nach Salzburg, aber das Wetter und meine Quartier-Möglichkeiten ließen mich die heurige Tour umdrehen. Nicht über Salzburg nach Kärnten und dann ins Mostviertel. Sondern vom Mostviertel nach Kärnten und dann über Salzburg zurück.

Rote Vespa mit Almblick auf den Triebener Tauern
Auch Tag 2 begann auf bekannten Wegen nach Waidhofen an der Ybbs – dort stieg ich ein – in die Eisenstraße.
Sonst gehört diese Route Richtung Gresten und Scheibbs zu meinen Klassikern Richtung Wien. Doch diesmal orientierte ich mich auf der B31 in Richtung Opponitz/Göstling.

Und mir tat sich der erste Roller-Himmel des Tages auf. Durch das Ybbstal – immer entlang des Flusses – schlängelt sich die Landstraße in hingemalten Kurven durch die „Eisenwurzen“. Ich empfehle gleich bei einem der ersten Parkplätze eine Rast einzulegen. Damit man diese knapp 40 km dann in einem Zug durchgleiten kann – man will nicht aufhören zu fahren, bis man bei Göstling an der Ybbs auf die B25 stößt.

An der Kreuzung bogen wir links ab – Richtung Hieflau – immer der B25 – kurvig, berauf, bergab – folgend, bis diese in die B115 mündet, die uns nach Hieflau zum Gesäuse-Eingang brachte. (mehr …)

Niederösterreich – hoch & tief – oder das Notwendige mit dem Angenehmen verbinden.

Einige Wege um Niederösterreich „ob der Donau“ auf der Nord-Süd-Achse zu durchfahren sind reizvoll – einige nicht. Über eine halbtägige „Rundtour“ die zukünftig nur mehr als „Strichtour“ absolviert wird.

Rote Vespa im Weinviertler vor WeinrebenEs ist doch sehr angenehm, wenn man die berufliche Pflicht mit dem privaten Vergnügen – das Notwendige mit dem Angenehmen – verknüpfen kann. Ein Besuch bei meiner Steuerberaterin stand an – das ist grundsätzlich nicht angenehm – außer man  hat so eine nette Steuerberaterin wie ich. Aber es ist notwendig. Da die Kanzlei im nördlichen Niederösterreich daheim ist und das Wetter strahlend war, beschloss ich den „Amtsweg“ per Vespa zu absolvieren.

Um nicht ganz zu früh aufstehen zu müssen wählte ich für den Hinweg die B4, die ich nach der West-Ausfahrt von Wien – durch das Tullnerfeld zur B19 und über die Tullner Donaubrücke zur Anschluss-Stelle mit der B4. Diese wird auch als E49 geführt. Das heißt es ist eine Hauptverkehrsroute und wird von den meisten Verkehrsteilnehmern mit einer Autobahn verwechselt. Entsprechend oft hat man es – bei einer Reisegeschwindigkeit von 90 km/h (mehr gibt meine alte Dame nicht her) – mit ungeduldigen Überholmanövern zu tun. Besonders aufpassen muss man auch auf ungestüme Überholer im Gegenverkehr, die eine alte Vespa oft langsamer einschätzen als sie ist. Vor allem nervt es, da gerade auf der B4 alle paar Kilometer wechselseitige Überspuren für gefahrloses vorbeifahren sorgen könnten – wenn mache „Mitfahrer“ nur etwas geduldiger wären. (mehr …)

Vespa-Tour 2014 – Runde Zahlen und klassischer Abschluss der Jubiläums-Tour

Rote Vespa in Kapelln in Niederösterreich 2014Die 10 Jahres-Jubiläumstour stand unter einem guten Stern. Das Wetter hat mitgespielt, keine Pannen wie im letzten Jahr und die Routen waren eine perfekte Mischung zwischen neuen Wegen und alten Bekannten.

Am Ende der vorletzten Etappe wurde von meiner Vespa auch die 40.000 Kilometer-Marke geknackt.

So galt auf den letzten der über 1.700 Kilometer nur mehr ein Motto: Genuss, Genuss, Genuss! Dafür ist die B1 – auf klassischer Route durch Amstetten, Melk, St.Pölten bis nach Wien der perfekte Abschluss von wunderbaren 10 Tagen.

Vielen Dank – es hat mich sehr gefreut.