Flotte Kulturrunde durchs Tullner Feld nach Krems

Halbtagestour über die B1 und B43 von Wien nach Krems und dann nördlich der Donau nach Tulln und über den Exelberg zurück nach Wien.

Wieder einmal sind ich und mein Roller im Dienste der Kulturvermittlung unterwegs. Samstag um Viertel vor zehn gehts ab in Richtung Krems , um dort der Eröffnung der aktuellen Sokol-Ausstellung im Karikaturmuseum beizuwohnen. Diese beginnt leider schon um 11 Uhr, daher wir die direkte Linie gewählt.

Raus aus Wien über die Westausfahrt, die zumindest zwischen Hüttel- und Purkersdorf sowas wie Überland-Feeling erlaubt. Dann zieht es sich noch eine gefühlte Ewigkeit bis zum Ortsende von Gablitz dahin, ehe man auf der B1 die Stadt endgültig abschüttelt. Nach dem gemütlichen Anstieg freuen sich die Reifen schon auf die Abwärts-Serpentinen des Riederbergs. Ein Vergnügen das nicht selten von allzu vorsichtigen „ich fahr sonst immer geradeaus“ Freizeitpiloten und drängender „ich kenn jeden Kehren-Ausgangswinkel beim Namen“ Einheimischer verdorben wird.

Nach dem letzten U-Turn klärt sich aber die eine wie die andere Beziehung durch eigenes „überholen“ oder „überholt werden“ – denn dann folgt der Rotation die bedingungslose Gerade. So fühlt es sich an wenn man Bundesstraße durch Sieghartskirchen, vorbei am Abzweiger Richtung Tulln und Neulengbach bis nach Mitterndorf fräst.

Beim dort ansäßigen Kreisverkehr verlassen wir die B1 und folgen der B43 die uns bis nach Traismauer trägt. Hier verweigern wir uns allen auch noch so aufdringlichen Pfeilen, die uns auf die S33 Richtung Krems zwingen wollen. Wir bleiben auf dem mittlerweile zur Landstraße geschrumpften Vignetten-freien Weg. Rechter Hand die Donau und die Schnellstraße, links eine aufragende Steilwand zwängen wir uns durch die kleinen Ortschaften Hollenburg und Angern.

Erst danach geben wir dem Drängen der Krems-Pfeile nach und setzten mit der Donaubrücke, die bereits zur B37 gehört nach Krems über. Der weitere Weg Nach der Brücke links über die B3 zum Kulturbezirk ist gut ausgeschildert. Und so erreichte ich um Punkt 11 Uhr die eben beginnende Ausstellungseröffnung.

Mehr Infos zur Ausstellung und zum Karikaturmuseum unter diesem Link

Nach genug kulturellen Eindrücken folgen wir der B35 quer durch Krems in Richtung Osten. Nach der Unterquerung der B37 – hier kann man von der Herfahrt direkt anschließen, falls einem nicht der Sinn nach Museumsbesuch ist – geht es wieder ins freie Feld und die locker geschwungene Bundesstraße bringt uns bis nach Hadersdorf/Kamp, wo wir von der B35 gleich auf die B34 umsteigen. Hier wird es nun wieder etwas flotter und fast Schnellstraßen ähnlich. das wundert aber nicht, ist dies doch die Hauptverbindung zwischen dem Kamptal und der S5 Richtung Tulln und Wien. Trotzdem ist die Fahrt entspannend, denn selbst bei stärkerem Verkehr bietet die breite Fahrbahn selbst ungeduldigsten Dränglern genug Platz um zu überholen.

Kurz nach Fels am Wagram biegen wir links ab – Richtung Thürntal – und folgen der Landsstraße vorbei am gleichnamigen Schloss und den alten und kleinen Weinkellern, welche die Straßen säumen und ihres dazu tun, dass diese Tour einen besonderen Gemütlichkeitsfaktor bekommt ;-). Die wenig befahrene, wunderbare Rollerstrecke – auf der allerdings der Asphalt schon bessere Zeiten gesehen hat – lässt einen flott und doch relaxed durch die locker gelegten Kurven ziehen. Links der aufragende Wagram – Rechts die Ebene zur Donau hin – sorgen die Ortschaften Kirchberg und Königssbrunn (beides am Wagram) und Absdorf für zusätzliche Abwechslung. In Absdorf selbst biegen wir rechts in Richtung Tulln ab. Nun folgt eine noch etwas „geringere“ Landstraße die uns durch die Felder und nach einem scharfen Links-Abbieger an einer T-Kreuzung entlang der Schnellstraße durch Auland bis zur Donaubrücke Tulln bringt.

Diese wird über den abschließenden Kreisverkehr erreicht und führt uns direkt in das Herz der Stadt. Beim neuen Kreisverkehr unter(!) der Eisenbahnbrücke wenden wir uns Richtung Wien auf die B213 um dann kurz danach links in die Königsstetter Straße ein, welche uns schnurstracks ebendort hinbringt. Das letzte Stück der Route wird wohl jedem Wiener Zweirad-Jockey ein Begriff sein. Die engen Serpentinen die von Königsstetten Richtung Wien – Neuwaldegg führen sind legendär und nicht nur bei Bikern beliebt. Auch wenn ich gestehen muss, dass mir die Strecke in der anderen Richtung sympathischer ist. Aber egal – auch das Hochschrauben über die Serpentinen hat was für sich. Und der Blick übers Tullnerfeld ist wunderschön – unabhängig davon aus welcher Richtung man oben angekommen ist.

Es folgen das malerische Waldstück, dass uns vorbei an der riesigen Richtfunkstation über den Exelberg bringt. Wir genießen noch einmal den atemberaubenden Wienblick, um dann über die fogenden Serpentinen im wahrsten Sinn des Wortes wieder in die Bundeshauptstadt einzutauchen.

Published in: on 18. April 2010 at 11:00  Kommentar verfassen  
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