Almauf- und abtrieb durch sechs Niederösterreichische Flusstäler

Extrem schöne Tagestour von Wien quer durchs „südliche“ Niederösterreich in Richtung „Land ob der Enns“. Durch die malerischen Fluß & Bach-Täler und die Almen rauf und runter – über Hainfeld und Traisen – entlang der Mariazellerbahn – an Scheibbs vorbei – über Waidhofen/Ybbs nach Seitenstetten.

Durchs Tristingtal in Richtung Mariazeller Land

Schnell raus aus der Stadt, die an diesen heißen Tagen – gen „Süden“ aber nur bis zu den ersten Bergen – sprich: dem Alpenvorland. Zuerst spendet uns der Wienerwald seinen Schatten, den wir durch Kaltenleutgeben entern, und über Sittendorf wieder verlassen. Die B11, in die wir rechts einbiegen bringt uns fast wie auf der benachbarten Autobahn sehr flott durch Heiligenkreuz (mit der ersten echten Serpentine) und Alland bringt. Hier ist auf langen Geraden Vollgas angesagt. Dabei aber nicht auf die Abzweigung in Nöstach (6 km nach Alland) übersehen. Hier bringt uns eine Abkürzung, die rechts weggeht direkt an die Ortsgrenze von Altenmarkt – ebenfalls mit einer schönen einzelnen, aber auch sehr engen Bergab-Serpentine.

Die B18 in die wir ebenfalls nach rechts einbiegen bringt uns flott gen Westen dem Mariazeller Land entlang. Während sich rechts noch die Hügel und Wälder auftun, merkt man linker Hand schon, dass sich in kürze höhere Gesteinsmassen auftürmen – der erste Gruß der Alpen. Wir bleiben aber im Tal auf der gut ausgebauten und kurzweiligen Bundesstraße, die uns schnell nach Hainfeld bringt. Ab dort heißt der uns begleitende „Fluss“ dann plötzlich Gölsen. Das tut dem schnellen Vorwärtskommen aber keinen Abbruch. In Traisen angekommen orientieren wir uns beim Kreisverkehr (richtig geraten) rechts und biegen in die B20 Richtung St. Pölten ein, die wir aber nach 3 km in Rotheau gleich wieder nach links Richtung Kirchberg an der Pielach.

Traumhafte Kurven durchs Piestingtal

Von hier an beginnt die Tour dann wirklich Spaß zu machen. Zuerst geht es auf einer gemütlichen Landstraße entlang eines kleinen Baches die Alm hoch. Da mal ein Hof, dort mal ein kleiner Weiler, die Sommerfrische kann beginnen. Durch sanfte Kurven wiegen wir uns Richtung Tradigist und St. Andrä, wo wir zu ersten Mal die Mariazellerbahn kreuzen und kurz darauf links in die B39 einbiegen. Auf dieser nehmen wir sofort wieder flotte Fahrt auf, die durch zahlreichen Kurven entlang der Pielach und der Bahntrasse nicht gebremst, sondern eher beflügelt wird. Besonders ab Kirchberg, das sich auch für eine kurze Kaffee-Pause anbietet, ist es eine große Freude den Roller durch die Kurven gleiten zu lassen. Achtung – bei meiner aktuellen Fahrt im Juni 2010 war an vielen Stellen frischer Rollsplitt gestreut – hier besondere Vorsicht.

Das große Vergnügen des Pielachtals hält für 26 km – bis zur Einmündung in die B28, die uns links Richtung Scheibbs bringt. Doch ehe wir die Bezirkshauptstadt an der Erlauf erreichen, liegen noch jede Menge toller Kurven, angenehmer Baumschatten (besonders an einem heißen Tag wie heute), saftige Almen (die an kühleren Tagen im Frühling auch noch Schneebedeckt sein können), frischer Luftzüge vom Bachbett der Jeßnitz, entlang des Naturparks Ötscher-Tormäuer vor uns. Wir erreichen das Erlauftal, wo uns ein kurzes Stück „autobahnähnlicher“ Bundesstraße (B25) an Scheibbs vorbei und zur Abzweigung der B22.

Den Roller durch das Mostviertel fliegen lassen

Wir lassen die (große) Erlauf hinter uns, um der kleinen Erlauf  Richtung Gresten zu folgen. Das geschieht auf einer gut ausgebauten Bundesstraße. Da die Steigungen wieder un-alpiner werden, laden die schnellen Kurven zwischen den Ackerbau-Feldern dazu ein, die Vespa „fliegen“ zu lassen. Besonders auf dem Teilstück zwischen Gresten und Ybbsitz – und hoch zur gleichnamigen Höhe – macht es jede Menge Freude die Pneus heißlaufen zu lassen. Hier stoßen wir auf die kleine Ybbs, als letztes prägendes Gewässer dieser Tour, das uns neben den Gleisen der Ybbstalbahn nach Waidhofen begleitet. Nachdem wir uns durch die Ortsstraßen geschlängelt haben folgen wir der B121 Richtung Amstetten und verlassen diese nach der Ortschaft Böhlerwerk nach links Richtung Seitenstetten. Wieder auf einer kleinen Landstraße geht es durch das Mostviertler Hügelland Richtung der Stifts-Stadt, von der aus weiteren Varianten Richtung Steyr (B122) bzw. Linz und Mühlviertel (B1) offen stehen.

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4 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. […] ist eine meiner liebsten Reiserouten aus meiner neuen Heimat Wien in meine alte Heimat – dem Mostviertel. Auf dieser Strecke […]

  2. […] Von hier aus gibt es eine wunderschöne Halbtagesroute nach Wien, die zu meinen absoluten Lieblingst… […]

  3. […] Auf meinem Rückweg passte endlich das Wetter um auf der Silvretta Hochalpenstraße nach Tirol zu übersetzten. Das malerische Monterfon und die Überfahrt auf breiten Serpentinen war dann auch bereits der Höhepunkt auf dem gewohnten zweitägigen Rückweg durch das Inntal und über das kleine deutsche Eck nach Salzburg und die weitere Route durch Oberösterreich und Niederösterreich. […]

  4. […] mir wohl-bekannte Routenabschnitt ist auch Teil einer meiner schönsten Niederösterreich-Durchquerungen. Jetzt ist er auch eine würdige Etappe einer ganz tollen Wien-Graz-Route und ein perfekter […]


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