Die Entdeckung der Langsamkeit – auf schnellstem Weg durch NÖ

Rote Vespa vor kleiner KircheEine flotte Halbtages-Tour quer durch Niederösterreich.

Nach meiner letzten Enttäuschung mit der klassischen Westausfahrt über die B1 entschloss ich mich diesmal wieder für die Ausfahrt aus Wien über die B13 nach Breitenfurt und Tullnerbach, um der B44 bis nach St.Pölten zu folgen.

Ich hatte nicht mit dem Traktor mit Anhänger gerechnet, der den gleichen Weg einschlug, um in kürzester Zeit einen Rattenschwanz von Autos (mir mittendrin) hinterher zu ziehen. Natürlich gab es relativ bald die Ersten, die in todesverachtender Manier versuchten sich Auto für Auto an den Kolonnen-Führer heranzukämpfen – nicht selten unter Missachtung jeglicher Voraussicht auf potenziellen Gegenverkehr. Leider ließ auch ich mich etwas anstecken – schließlich ist ja mein Vehikel schmäler und so für kurzes, abruptes herausspringen aus Reih‘ & Glied, bestens geeignet – aber die Kurven und Ortsdurchfahrten sie dunkler und enger als sonstwo im Wienerwald, also kam ich nicht weit – geschweige denn am Traktor samt Anhänger vorbei.

Unterm Strich blieb wieder einmal die Erkenntnis: Es bringt nichts! In der Kolonne einordnen, einen Gang runter schalten und in lockerer Sitzposition die Fahrt und die Aussicht genießen.

Schlussendlich bog der „Bremsschuh“ dann doch ab und ich wurde – als neuer Leader of the Pack – mit freier Fahrt und flotten Kurvenschwüngen bis ins Ortsgebiet von Neulengbach – selbst bei einer 70er Beschränkung kann man seinen Roller „fliegen“ lassen – dazu müssen keine Höchstgeschwindigkeiten im Spiel sein. Nach der Ortsdurchfahrt – kurz links auf die B19 eingebogen um dann rechts Richtung Böheimkirchen der Landstraße bis nach St.Pölten zu folgen.

In der niederösterreichischen Landeshauptstadt münden wir wir zwangsläufig in die B1 ein, die uns auf gewohntem Weg, auf langezogenen Kurven und schnellen Geraden vorbei an Prinzersdorf, Stift Melk, Amstetten durch die malerischen Hügel des Mostviertels bis nach Oberösterreich bringt. Auch nachdem ich diese Strecke so oft gefahren bin, macht sie jedes mal wieder Spaß und bestätigt meine Theorie, das eine Route entlang einer Autobahn – wegen des geringeren Verkehrsaufkommens immer eine gute Wahl ist – so hat die Vespa den Spielraum den sie „zum fliegen“ braucht und der Pilot die Freiheit Geschwindigkeit und Fahrfreude selbst zu wählen.

Übrigens – der anfängliche Bremsschuh hat mir – im Vergleich zu früheren Fahrten – kaum Zeit gekostet. Trotz Traktor-Konvoi bleibt diese Variante die schnellste Rollerstrecke durch Niederösterreich.

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