Vespa-Tour 2013 – Stilvoller Abschluss – Das Mühlviertel hoch und das Kamptal runter

Rote Vespa in WieseZum Abschluss meiner 2013er Rollertour wähle ich eine meiner Lieblings-Tagestouren von Oberösterreich nach Wien. Diese führt durch das Mühl- und Waldviertel ins Kamptal und durch das Tullnerfeld in die Bundeshauptstadt.

Diese Route hat einen der „komplettesten“ Streckenverläufe, die mir in den Jahren untergekommen sind. Es beginnt kurz nach der Donauquerung bei Mauthausen vom Mostviertel ins Mühlviertel.

Um nicht den gleichen Weg wie einige Tage zuvor zu nehmen, orientiere ich mich kurz hinter Mauthausen nach Schwertberg, um durch das malerische Josefstal entlang der Aist (schon wieder so ein Flusslauf-Beweisstück) zur B124 bei Tragwein zu gelangen. Diese führt uns zuerst recht zügig und geradlinig in den Norden hoch. Auch hier beweist das Mühlviertel, dass dieses „hoch“ wörtlich zu nehmen ist. Es geht stetig bergauf – besonders ab Königswiesen, wo sich die Straße in flüssigen Serpentinen die Mühlviertler Alm hinauf schlängelt. Immer weiter, immer höher erreichen wir schlussendlich in Groß Gerungs eine alte Bekannte. Die B38, in die wir rechts abbiegen bringt uns durchs gewohnte Hügelland schnell, aber auch mit stilvollem Schwung nach Zwettl.

Rote Vespa vor der Staumauer OttensteinWir verlassen die Stifts-Stadt – durch die wir uns immer entlang der Wegweiser Richtung Horn orientiert haben – noch ein bisschen schneller dafür etwas stilloser. Nach dem Ende der Einkaufszentrumsparade beginnt die Raserei – die durch wechselseitige Zweispurigkeit etwas entschärft ist. Denn die Autofahrer der Gegend können etwas unentspannt werden, wenn man nicht mindestens 110 km/h fährt. So sind die 15 km schnell hinter einen ehe der Ottensteiner Stausee die ersehnte Abzweigung weiter auf der B38 nach Horn ankündigt. Hier geht es einmal steil bergab, ehe man am Fuße der mächtigen Staumauer den Kamp überquert und in weiterer Folge entlang der Südgrenze des Truppenübungsplatzes Allensteig zwischen Fischteichen und Kornfeldern durchs Waldviertel rollt. Kurz vor Horn gibt es bei Altenberg rechts einen Abschneider Richtung Rosenburg ins Kamptal. Dieses habe ich schon so oft durchfahren, aber es wird mir nie langweilig.

Mit dem Kamptal beschließe ich meine Beweisaufnahme, dass Flusstäler super Rollerstrecken ergeben. Die B34 ist eine Bundesstraße aus der gleichen Epoche wie die Vespa, als die Zeit noch etwas langsamer lief und die Dinge noch etwas gediegener waren. Fast majestätisch schwingen wir uns entlang des Flusses durch die Ortschaften, die nach wie vor den Charme einer vergangenen Zeit versprühen. Der gleitende Wechsel vom Flusstal ins Weinbaugebiet, durch das wir von Langenlois bis nach Tulln fahren. Und die anschließende Fahrt auf gewohnten Pfaden Richtung Wien, sind ein mehr als gelungener Abschluss einer fast perfekten Rollerwoche.

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6 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Ein toller Artikel mit zwei schönen Fotos von deiner roten Vespa.

    Ich habe mir vor Kurzen eine Vespa LX 50 in schwarz gekauft. Da ich nur begrenzten Speed habe, besonders in der Einfahrphase, mache ich momentan nur kürzere Strecken um die 30 km.

    Geplant ist aber auch ‚mal eine längere Strecke Richtung Holland.

    Viele Grüße aus Hilden/Deutschland

    Germanicus84

    • Vielen Dank für Deinen Kommentar und viel Spaß mit Deiner Vespa – Deutschland/Holland würde mich auch mal reizen – da muss ich mir aber von Wien aus etwas mehr Zeit dafür nehmen 😉

  2. Jetzt dürfte doch der Winter bei euch im Süden auch vorüber sein oder? Bin schon auf neue Beiträge gespannt.

    • Hallo! Momentan steht mein roter Blitz noch in der Werkstatt und bekommt eine Rundum-Überholung – die hat er sich nach den tausenden Kilometern wahrlich verdient. Aber demnächst geht es wieder los. Auch hier im Blog.

      • Super, dann freu ich mich schonmal 😉

        Alles Gute für deine Vespa!

  3. […] Kurven im Straßertale aufwartet und bei Hadersdorf am Kamp die B34 kreuzt – die wir als “Kamptal-Traumroute“ durch NÖ kennen. Da ich zurück nach Wien – und nicht weiter nach Krems – wollte, […]


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