Niederösterreich – hoch & tief – oder das Notwendige mit dem Angenehmen verbinden.

Einige Wege um Niederösterreich „ob der Donau“ auf der Nord-Süd-Achse zu durchfahren sind reizvoll – einige nicht. Über eine halbtägige „Rundtour“ die zukünftig nur mehr als „Strichtour“ absolviert wird.

Rote Vespa im Weinviertler vor WeinrebenEs ist doch sehr angenehm, wenn man die berufliche Pflicht mit dem privaten Vergnügen – das Notwendige mit dem Angenehmen – verknüpfen kann. Ein Besuch bei meiner Steuerberaterin stand an – das ist grundsätzlich nicht angenehm – außer man  hat so eine nette Steuerberaterin wie ich. Aber es ist notwendig. Da die Kanzlei im nördlichen Niederösterreich daheim ist und das Wetter strahlend war, beschloss ich den „Amtsweg“ per Vespa zu absolvieren.

Um nicht ganz zu früh aufstehen zu müssen wählte ich für den Hinweg die B4, die ich nach der West-Ausfahrt von Wien – durch das Tullnerfeld zur B19 und über die Tullner Donaubrücke zur Anschluss-Stelle mit der B4. Diese wird auch als E49 geführt. Das heißt es ist eine Hauptverkehrsroute und wird von den meisten Verkehrsteilnehmern mit einer Autobahn verwechselt. Entsprechend oft hat man es – bei einer Reisegeschwindigkeit von 90 km/h (mehr gibt meine alte Dame nicht her) – mit ungeduldigen Überholmanövern zu tun. Besonders aufpassen muss man auch auf ungestüme Überholer im Gegenverkehr, die eine alte Vespa oft langsamer einschätzen als sie ist. Vor allem nervt es, da gerade auf der B4 alle paar Kilometer wechselseitige Überspuren für gefahrloses vorbeifahren sorgen könnten – wenn mache „Mitfahrer“ nur etwas geduldiger wären.

Kurz gesagt: Meide E-Straßen! Es ist stressig und macht wenig Spaß. Zum Glück war der Spuk halbwegs vorbei, als ich bei Maissau auf die B35 Richtung Eggenburg wechselte. Von da an war die Verkehrslage etwas ruhiger und die Streckenführung angenehm. Diese brachte mich flott weiter nordwärts und mündete schließlich in die B45, die mich schnell an mein Ziel nach Pulkau brachte.

Nach dem erfolgreich absolvierten Pflichtprogramm machte ich mich auf den Rückweg, der mich wieder über die B45 zurück zur B35 brachte. Diesmal wollte ich diese aber fast komplett bis in den „Süden“ abfahren, also wählte ich bei Maissau den Weg durch den Ort.

Es folgten 19 perfekte Roller-Kilometer auf einer – zu dem Zeitpunkt – wenig befahrenen Landstraße, die mit lässigen Kurven und gepflegten Steigungen quer durch Niederösterreich führt. Eine ganz tolle Roller-Route die zum krönenden Abschluss noch mit einigen besonders schönen Kurven im Straßertale aufwartet und bei Hadersdorf am Kamp die B34 kreuzt – die wir als „Kamptal-Traumroute“ durch NÖ kennen. Da ich zurück nach Wien – und nicht weiter nach Krems – wollte, folgte ich der B34 einige Kilometer Richtung S5, ehe ich knapp vor der Schnellstraße auf die Landstraße links Richtung Thürnthal wechselte und – wie schon öfters – durch die sanften Kurven durch den „Wagram“ flott Richtung Tulln und wie gewohnt durch das Tullnerfeld zurück nach Wien rollerten.

Es dauert zwar ein bisschen länger. Aber im Vergleich zur stressigen B4 ist mir die B35 in Zukunft eine halbe Stunde längere Fahrzeit – und damit 30 min. früher aufstehen – in Zukunft wert.

The URI to TrackBack this entry is: https://rotevespa.wordpress.com/2015/07/15/niederoesterreich-hoch-tief-oder-das-notwendige-mit-dem-angenehmen-verbinden/trackback/

RSS feed for comments on this post.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: