Monstertour durch Lavanttal über die Triebenertauern nach Oberösterreich

Tagestour von Kärnten nach Niederösterreich. (Weiter nach Wien ist in einem Tag kaum zu schaffen.) Die folgende Tour machte ich an einem der heißesten Tage des Jahres, was sie anstrengender als die Glöcknerüberquerung machte.

Rote Vespa vor der Burg GriffenVon Millstatt aus folgte ich der B98, der B88 und der B95 über Bad Kleinkirchheim nach Feldkirchen und weiter auf de B94 nach St.Veit an der Glan. Von dort auf der B82 an der Burg Hochosterwitz und Brückl vorbei nach Griffen zur gleichnamigen Burg. Dieser wird auf der Packer Bundesstraße relativ unspektakulär genommen und bildet die Grenze zum Lavanttal. Diesem folgen wir weiter auf der B70 bis nach Wolfsberg und darüber hinaus.

In Gräbern-Twimberg wechseln wir auf die B78 uns an Bad St. Leonhard im Lavattal vorbei in die Steiermark bis nach Judenburg bringt. Von der B77 – auf der wir uns mittlerweile befinden – wechseln wir auf die Triebener Bundesstraße und überqueren bei St.Peter die Mur. Die B114 führt uns langsam hoch in die wunderschöne Almwelt der Triebener Tauern. Auf der nördlichen Seite führ sie Bergstraße steil begab ins namensgebende Trieben – hier sollte man vielleicht kurz die Bremsen etwas kühlen.

Denn wir queren hier nur kurz im Flachen die A9 ehe wir uns auf der Landstraße auf den nächsten Bergrücken Richtung Admont hocharbeiten. Im Stiftsort im Gesäuse angekommen wählen wir die B117, die uns durch herrlich schattige Wälder flott geschwungen vom Gesäuse zur Eisenstraße führt. In Altenmarkt bei St. Gallen stoßen wir auf die B115, der wir (wieder entlang der Enns) nach Norden folgen, um uns in nach ca. 15 km auf der B121 Richtung Weyer zu orientieren, um direkt in unser Tagestourenziel Waidhofen an der Ybbs zu gelangen.

Von hier aus gibt es eine wunderschöne Halbtagesroute nach Wien, die zu meinen absoluten Lieblingstouren zählt.

Mit der Vespa über die Großglocknerstraße

Tagestour von Salzburg nach Zell am See und über den Glockner an den Millstättersee.

Rote Vespa an der GlocknerstraßeNachdem ich im Vorjahr mit meiner Glockner-Überquerung gescheitert war, beschloss ich diesmal die komplette Tour auf einen wettertechnisch perfekten Roller-Wandertag auszurichten. Die Tagestour nahm ihren Ausgang in Salzburg und führte über das kleine deutsche Eck nach Lofer, wo ich die B311 nach Zell am See, die ich nicht nur einmal als perfekte Roller-Landstraße bezeichnen möchte. Wunderschöne Landschaft, zügiges Tempo und traumhafte Kurven liefern eine Vorlage für den Roller-Himmel.

Rote Vespa auf der Edelweissspitze an der GlocknerhochalpenstraßeGleich hinter Zell am See beginnt das „Abenteuer Höhenstraße“ in Bruck an der Glocknerstraße. Zurerst zaghaft, nach der Mautstelle immer steiler schraubt man sich Kehre für Kehre in die Höhe. Aber keine Angst, die Straße ist auch mit älteren Rollermodellen tadellos befahrbar – und wir auch dementsprechend benutzt. Alleine ist man auf dieser Route nie.

Aber breite Straßen bieten genug Platz um aktiv zu überholen (oder eher überholt zu werden). Abgesehen davon war es mir ganz recht bei der Abfahrt einen holländischen Wagen vor mir  zu haben, der im Bergstraßenfahren wenig Erfahrung zeigte – so wurde nicht ich als Grund für die sich bildende Kolonne auserkoren. Außerdem verstehe ich nicht ganz, warum auf der ausgewiesenen Tourismus-Straße es einige dermaßen eilig haben, zumal die hupenden Autos alle keine heimischen Kennzeichen hatten.

Rote Vespa mit zufriedenem Fahrer vor dem GroßglocknerDer Glockner braucht Zeit – und die sollte man sich nehmen – viele Zweirad-Parkplätze laden zu Pausen ein, in denen man das herrliche hochalpine Panorama genießen kann. Die betonierte Infrastruktur inkl. riesigem Parkhaus beim Gipfelblick gegenüber des Pasterze Gletschers muten hingegen äußerst befremdlich an und ist wohl ein steingewordenes Relikt einer autofanatischen Vergangenheit.

Der Glocknerstraße folgend erreicht man mit den letzten Kehren Heiligenblut. Die B107 (offizielle Nummer der Glocknerstraße) und die B106 bringen uns als sanfter Ausklang bis nach Spital an der Drau, von wo aus wir die Villa Margarethe in Millstatt ansteuern, um am Millstättersee etwas Entspannung nach der anstrengenden Roller-Wanderung zu genießen.