Alpine Hochschaubahn – der schönste Weg von Graz nach Wien – Vespa-Tour 2016

Am letzten Tag meiner heurigen Vespa-Tour wollte ich noch einem kartographischen Mysterium auf den Grund gehen – entgegen meinem bisherigen Motto von „bekannten Wegen neu entdecken“. Dabei fand ich im Murtal neue Wege, hinter Mariazell eine alte Geliebte und die vermutlich schönste Roller-Route zwischen Graz und Wien.

Rote Vespa vor dem Kunsthaus Graz

schon 2009: vor dem Kunsthaus Graz

Zuerst ging es aber auf Entdeckungsreise. Schon seit Jahren frage ich mich, ob es im Murtal – parallel zur S35 eine vernünftige Straße gibt, um auch ohne Vignette direkt von Graz nach Bruck/Mur zu fahren. Die Antwort lautet „L 121“. Zuerst folgen wir noch der B67 durch Graz – am Hauptbahnhof vorbei – überqeren wir mit Ihr im Norden der Stadt die Mur, um dieser nun bis nach Bruck zu folgen.

Die ersten Kilometer außerhalb der steirischen Landeshauptstadt lassen einen aufatmen und schenken der Vespa wieder etwas Auslauf. Das Fahraufkommen ist überschaubar, da nicht nur die Mur, sondern auch die A9 unsere parallele Begleiterin ist. Zumindest bis nach Friesach – dort trennen sich A9 und S35 (was uns eigentlich egal sein kann) und die B67 wird zur L 121 oder auch „Brucker Begleitstraße“. Und das trifft es eigentlich ziemlich gut. Wir begleiten die S35 bis nach Bruck/Mur. Und das so dicht, dass man manchmal glaubt auf der Schnellstraße selbst zu fahren.

Immer noch rechts der Mur geht es schnell durch Peggau und bis nach Fronleiten. Bei der Ortseinfahrt – scharf links – unter der Schnellstraße durch – überqueren wir den Kreisverkehr gerade aus und in weiterer Folge die Mur. Nun umkreisen wir die Fronleitner Altstadt um wieder unseren siamesischen Schnellstraßen-Zwilling zu finden. Wir folgen der Landstraße, immer neben S35 und Mur – durch Röthelstein und vorbei an Mixnitz (am anderen Mur-Ufer). Wir halten uns eher links und bleiben der L121 Richtung Bruck/Mur eisern treu – mal links der Schnellstraße, mal rechts der Schnellstraße. Den Kreisverkehr nach Mixnitz – mit dem Abzweiger Richtung Mautstatt lassen wir rechts liegen und unterqueren die S35, um uns beim nächsten Kreisverkehr nach rechts gleich wieder an die Schnellstraße anzuschmiegen. Nun gibt es kein Entkommen mehr. Schnell und schwungvoll folgen wir den letzten Kilometern durch waldige Uferhänge immer entlang der Mur und nähern uns gemeinsam mit überschaubarem Verkehrsaufkommen nun Bruck, dass sich langsam durch die ersten Häuser ankündigt – diese Erstbefahrung war eine echte Neu-Entdeckung einer super Roller-Straße, die mich in Zukunft bestimmt wiedersehen wird. (mehr …)

Auf der Packerstraße von Kärnten nach Graz – Vespa-Tour 2016

Abwechslungsreiche Tagestour auf einer klassischen Route durch den Süden Österreichs.

Es scheint unglaublich… aber in über 12 Jahren Vespa-Tour bin ich noch nie über die Pack gefahren – das sollte sich heuer ändern. Und um dem inoffiziellen Motto der 2016er Tour gerecht zu werden gestaltete ich die Zufahrt „auf bekannten Wegen“.

Ich machte ein paar Tagen Pause am Millstätter See, wo ich die letztjährige Vespa-Wanderung (1.000 Höhenmeter Vespa – den Rest per pedes) nochmal machte und auch meine Empfehlung nur wiederholen kann.

Rote Vespa über dem Millstätter See Wieder startete ich mit einer alten Bekannten – der Millstätter Straße, die den Abschied von meinem Stammhaus – der Villa Margarethe – etwas einfacher machte. Die Kurven entlang des Sees sind ein guter Einstieg. Der hauptsächlich touristische Autoverkehr ist eher entspannt. So bringt uns die B98 vorbei an Radenthein – wo wir diesmal nicht Richtung Bad Kleinkirchheim abzweigen – sondern der Bundesstraße vorbei an Feld am See und Afritz am See folgen.

Auch hier tut sich eine Roller-Traum-Straße auf – wenn der Verkehr mitspielt. Denn so mancher zu entspannte Tourist kann einem schon den Flow rauben, wenn er (oder manchmal auch sie) immer gerade 10 km/h langsamer als die eigene Wohlfühl-Geschwindigkeit unterwegs ist und weder Straße noch Verkehr ein überholen zulassen. Da heißt es ruhig bleiben und die Landschaft genießen … und von der gibt es reichlich. Oder man macht eine kurze Pause um etwas Abstand zu gewinnen – manchmal reichen schon zwei, drei Minuten – und das Fahrgefühl ist auf einmal doppelt so schön.

Kurz vor Villach treffen wir auf die B94 und den Ossiacher See. Dieser ist nun fast bis Feldkirchen unser Begleiter. Auch hier ist eine ruhiges Gemüt gefragt. Denn auch hier heißt es sich meist in einer Kolonne einzuordnen, sich treiben zu lassen und einfach die Fahrt und wenn möglich den Ausblick genießen. Die Kurven entlang des Sees sind auch hier, und auch mit reduzierter Geschwindigkeit flüssig und flott, sodass wir Feldkirchen schnell erreichen und ebenso schnell umfahren. (mehr …)

4x Roller-Himmel zwischen dem Mostviertel und dem Millstätter See – Vespa-Tour 2015

Anstrengende Tagestour vom Mostviertel durch das Ybbstal und das Gesäuse, über die Triebener Tauern und die Turracher Höhe nach Kärnten.

Die Roller-Tour 2015 begann ich auf vertrauten Wegen – meiner B1 Heimstrecke. Eigentlich wollte ich dann gleich weiter nach Salzburg, aber das Wetter und meine Quartier-Möglichkeiten ließen mich die heurige Tour umdrehen. Nicht über Salzburg nach Kärnten und dann ins Mostviertel. Sondern vom Mostviertel nach Kärnten und dann über Salzburg zurück.

Rote Vespa mit Almblick auf den Triebener Tauern
Auch Tag 2 begann auf bekannten Wegen nach Waidhofen an der Ybbs – dort stieg ich ein – in die Eisenstraße.
Sonst gehört diese Route Richtung Gresten und Scheibbs zu meinen Klassikern Richtung Wien. Doch diesmal orientierte ich mich auf der B31 in Richtung Opponitz/Göstling.

Und mir tat sich der erste Roller-Himmel des Tages auf. Durch das Ybbstal – immer entlang des Flusses – schlängelt sich die Landstraße in hingemalten Kurven durch die „Eisenwurzen“. Ich empfehle gleich bei einem der ersten Parkplätze eine Rast einzulegen. Damit man diese knapp 40 km dann in einem Zug durchgleiten kann – man will nicht aufhören zu fahren, bis man bei Göstling an der Ybbs auf die B25 stößt.

An der Kreuzung bogen wir links ab – Richtung Hieflau – immer der B25 – kurvig, berauf, bergab – folgend, bis diese in die B115 mündet, die uns nach Hieflau zum Gesäuse-Eingang brachte. (mehr …)

Vespa-Tour 2013 – Über die Alpen ins Mostviertel

Rote Vespa am Triebener TauernEine fast perfekte Tagestour von Kärnten über die Tauern und durchs Mur- und Ennstal ins Mostviertel.

Nach der unfreiwilligen Übernachtung in Millstatt – die übrigens samt der weiteren Transportkosten vom ÖAMTC-Schutzbrief gedeckt waren und rückwirkend bezahlt wurden („Danke dafür“) – nahm ich den Bus nach Spittal, um dort meine Vespa in der Werkstatt zu besuchen. Zu meinem Glück hatte sie nur einen „über den Durst getrunken“ und war komplett abgesoffen. Nach einer kurzen Behandlung in der Werkstatt vom Zweiradhändler Rödlbach konnte die Tour von Kärnten Richtung Oberösterreich doch noch auf zwei Rädern weitergehen.

Wegen der vorgerückten Stunde am späten Vormittag entschied ich mich für einen direkteren Heimweg – wieder zurück durch die engen und fließenden Kurven des Liesertal. Diesmal verließ ich die Katschbergbundesstraße aber bei  Kremsbrücke in Richtung Innerkrems. Sind die ersten Kilometer dieser Umfahrung der eigentlichen Passhöhe – die aber wesentlich steiler ist – noch gut ausgebaut bzw. teilweise sogar frisch asphaltiert, so ist der letzte Teil über den Bergrücken eine Almstraße mit starkem Weiderostaufkommen. Zwar ist diese Variante etwas „flacher“ als der Weg über die Katschberghöhe – nichtsdestotrotz fragte ich mich, ob der ursprüngliche Weg über die Turracher Höhe nicht doch die bessere Wahl gewesen wäre. Auch die Abfahrt – vorbei am Hochofen-Museum – hatte ich von meiner letzten Befahrung vor zwei Jahren etwas besser in Erinnerung. Damals wählte ich die weitere Strecke in den Norden über die Radstätter Tauern – heuer wollte ich durch das Murtal fahren, den Alpenhauptkamm bei den Triebener Tauern zu überwinden. (mehr …)

Vespa-Tour 2013 – Neue Kombination alter Routen

Rote Vespa am KniepassVor allem für die Vespa sehr anstrengende Gebirgs-Tagestour. In S-Form von Salzburg übers kleine deutsche Eck, durch den Pongau und über den Katschberg nach Kärnten.

Nach der gelungenen Experimental-Route am zweiten, folgten altbekannte Strecken-Abschnitte – neu kombiniert – am dritten Tag. Der Weg von Salzburg über das kleine Deutsche Eck ist mittlerweile so was wie eine Heimatstrecke für mich geworden. Das liegt zum einen an der B21, die an Bad Reichenhall vorbei – immer der Saalach folgend – in schnellen Kurvenkombinationen bis zum Grenzübergang bei Unken hochführt (Bundesstraßen-in-Flusstälern-sind-super-Beweisstück-A). Aber das liegt vor an der B311, die ich mehrmals und immer wieder als einen österreichischen Rollerhimmel bezeichnen werde.

Von Lofer bis Saalfelden folgt Kurvenschwung auf Kurvenschwung in traumhafter Almlandschaft – auf einer ausreichend ausgebauten Straße, die kaum für Konfliktpotential mit anderen VerkehrsteilnehmerInnen sorgt. Auch der weitere Streckenverlauf – immer entlang der Saalach (Bundesstraßen-in-Flusstälern-sind-super-Beweisstück-B) – bis Zell am See, das entweder im Tunnel schnell „durchfahren“ werden kann oder die Gelegenheit zu einer kurzen Rast bietet. Nun der Salzach folgend blickte ich kurz nach rechts, zur Abzweigung Richtung Großglocknerstraße, als ich diese am Weg Richtung Taxenbach passierte. Auch dieser Abschnitt der B311 ist schöner und abwechslungsreicher zu fahren, als ich es aus dem Jahre 2010 in Erinnerung hatte. Erst die letzten Kilometer – vorbei an der Abzweigung ins Gasteinertal – hinunter nach St. Johann im Pongau sind dann Autobahn-ähnlich und bringen einen schnell durch einige Tunnel zu unserer nächsten wichtigen Abzweigung. (mehr …)

Durch den Süden – von Graz an den Millstätter See

Malerische Tages-Tour vom Süden der Steiermark über Soboth und durch Völkermarkt, St.Veit an der Glan und Feldkirchen zum Millstätter See. Im Rahmen meiner Roller-Kultur-Rundfahrt 2009

Von Graz aus geht die Fahrt Richtung Süden. Zuerst auf der B70 und nach der Autobahn Abfahrt Lieboch (die wir natürlich nur unterfahren) auf der B76 Richtung Stainz und vorbei an Deutschlandsberg bis nach Eibiswald. Von dort orientieren wir uns nach rechts und folgen der B69, die uns über das Koglereck – besser bekannt als Soboth – bringt.

Die ersten Kilometer geht es in gemütlich geschwungenen Kurven Stück für Stück hoch bis zum Ort und schließlich zum Soboth Stausee. Der Parkplatz dort lädt zu einer kleinen Verschaufpause ein. Es folgt der letzte noch sehr serpentinige Anstieg durch den Wald, der an seinem Ende einen wunderbaren Blick ins Kärntner Drautal eröffnet und mit weiteren engen Serptentinen steil nach Lavamünd hinunter führt.

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Wien-Graz – auf klassischer Route gen Süden

Im Rahmen meiner Roller-Kultur-Rundfahrt 2009 – von Wien nach Graz – über die Triester Bundesstraße und Wechsel.

Es gibt schönere Routen Wien zu verlassen, aber kaum schnellere. Aus dem 10. Wiener Gemeindebezirk führt uns die Triesterstraße und in weiterer Folge die B17 in fast gerader Linie nach Wr. Neustadt. Dort wechseln wir auf B54 – eine extrem flotter Highway, der uns entlang de A2 zum Wechsel bringt – daher auch der Name Wechselbundesstraße ;-).

Ab Aspang Markt schlingen sich die extrem breiten Serpentinen den Bergpass zwischen Niederösterreich und der Steiermark hoch. Inzwischen wirkt der überdimensionierte Straßenverlauf im angesichts des spärlichen Verkehrs etwas lachhaft. Mit der Vespa scheint man fast zu verschwinden. Aber man kann sich gut vorstellen, welcher Verkehrswahnsinn sich jeden Sommer abgespielt hat, als die jährliche Ferienkolonne an die italienischen Strände wälzte und noch keine Autobahn benutzen konnte.

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Monstertour durch Lavanttal über die Triebenertauern nach Oberösterreich

Tagestour von Kärnten nach Niederösterreich. (Weiter nach Wien ist in einem Tag kaum zu schaffen.) Die folgende Tour machte ich an einem der heißesten Tage des Jahres, was sie anstrengender als die Glöcknerüberquerung machte.

Rote Vespa vor der Burg GriffenVon Millstatt aus folgte ich der B98, der B88 und der B95 über Bad Kleinkirchheim nach Feldkirchen und weiter auf de B94 nach St.Veit an der Glan. Von dort auf der B82 an der Burg Hochosterwitz und Brückl vorbei nach Griffen zur gleichnamigen Burg. Dieser wird auf der Packer Bundesstraße relativ unspektakulär genommen und bildet die Grenze zum Lavanttal. Diesem folgen wir weiter auf der B70 bis nach Wolfsberg und darüber hinaus.

In Gräbern-Twimberg wechseln wir auf die B78 uns an Bad St. Leonhard im Lavattal vorbei in die Steiermark bis nach Judenburg bringt. Von der B77 – auf der wir uns mittlerweile befinden – wechseln wir auf die Triebener Bundesstraße und überqueren bei St.Peter die Mur. Die B114 führt uns langsam hoch in die wunderschöne Almwelt der Triebener Tauern. Auf der nördlichen Seite führ sie Bergstraße steil begab ins namensgebende Trieben – hier sollte man vielleicht kurz die Bremsen etwas kühlen.

Denn wir queren hier nur kurz im Flachen die A9 ehe wir uns auf der Landstraße auf den nächsten Bergrücken Richtung Admont hocharbeiten. Im Stiftsort im Gesäuse angekommen wählen wir die B117, die uns durch herrlich schattige Wälder flott geschwungen vom Gesäuse zur Eisenstraße führt. In Altenmarkt bei St. Gallen stoßen wir auf die B115, der wir (wieder entlang der Enns) nach Norden folgen, um uns in nach ca. 15 km auf der B121 Richtung Weyer zu orientieren, um direkt in unser Tagestourenziel Waidhofen an der Ybbs zu gelangen.

Von hier aus gibt es eine wunderschöne Halbtagesroute nach Wien, die zu meinen absoluten Lieblingstouren zählt.

Von Graz über die Soboth an den Milstättersee

Rote Vespa im DrautalGraz in Richtung Süden zu verlassen ist zäh, aber es zahlt sich aus. Hier verläuft eine meiner Lieblings-Rollerstrecken über die Soboth und das Drautal bis zum Millstättersee.

Siehe dazu den folgenden Artikel einer späteren Rollertour.

Entlang der Eisenstraße nach Graz

Tagestour über die Alpen von Oberösterreich über den Präbichl, das Mürztal und das steirische Hügelland nach Graz.

Rote Vespa am PräbichlIn diesem Jahr startete ich direkt von der Vespa-Werkstatt meines Vertrauens von Enns(dorf) nach Steyr um auf der B115 durch die Alpen von Oberösterreich in die Steiermark durchzustoßen. Die Strecke führt ab der „Eisenstadt“ meist knapp zwischen steilen Abhängen und dem Flusslauf der Enns entlang. Die Eisenstraße lässt die Enns hinter sich und bringt uns über Hieflau und den Präbichl, vorbei am Erzberg bis nach Leoben zur Mur.

Der B116 folgend wenden wir uns Richtung Bruck an der Mur um von dort dem Mürztal bis Allerheiligen zu folgen. Nach der wenig ansehnlichen Bundesstraße seit Leoben ist die Landstraße L114 nun ein malerischer Hochgenuss, der uns mit vielen Kurven und Serpentinen über die Almhöhe des Sonnbergs nach Birkfeld bringt. Von hier aus geht es kurvenreich auf der B72 durch das steirische Hügelland an Weiz vorbei bis nach Graz.