Märchenhafte Tour von Bayern nach Vorarlberg

Tagesstour quer durch Bayern – vorbei an Neuschwanstein – über den Fernpass und den Arlberg nach Vorarlberg.

Rote Vespa vor Schloss NeuschwansteinIch durchfuhr Bayern von Rosenheim aus über Miesbach und Bad Tölz auf der B472 weiter nach Westen und orientierte mich Richtung Murnau – das mir als „Hauptstadt der freilaufenden Eichhörnchen“ in Erinnerung geblieben ist.

Von hier aus wählte ich die Landstraße nach Bad Kohlgrub und kam über Bad Bayersole, Lettingenbichl und Steingaden zur B17, die mich – vorbei am Schloss Neuschwanstein nach Füssen brachte.

Das Schloss und/oder der mächtige Lech-Fall in Füssen sollten unbedingt für Pausen genutzt werden. Vor allem da, die folgende Fernpass-Bundesstraße wenig interessantes (außer der Bergkulisse) zu bieten hat. Vielleicht habe ich die B179 aber auch nur wegen dem wieder einsetzenden Regen in schlechter Erinnerung. Über die B189 und B171 kam ich auf gewohnten Tiroler Pfaden zum Arlberg, den ich wieder „von oben nahm“ um gleich hinter Bludenz in Bürserberg die Pension Brunhilde als mein Vorarlberger Domizil anzusteuern.

Von Bayern durch Tirol nach Vorarlberg

Tagestour von Rosenheim über Bad Tölz, Seefeld i. Tirol, das Inntal und den Arlberg nach Bürserberg im Brandnertal.

Rote Vespa vor Kirche in Seefeld in TirolWir verlassen Rosenheim Richtung Westen und unterqueren bei Irschenberg die Autobahn A8 um auf der Bundesstaße 472 vorbei an Bad Tölz nach Bichl zu gelangen. Hier wechselt unsere Route auf die Bundesstaße 11, die uns vorbei an Kochel- und Walchensee über Mittenwald und Seefeld als B177 ins Tiroler Inntal bringt.

Von Seefeld führen uns enge Serpentinen hinunter zum Fluss, den wir in Telfs überqueren um uns von der B171 schnell und angenehm kurvig durch Landeck, St.Anton und über den Arlberg bringt. Nach dem anstengenden Aufstieg empfielt sich eine Rast auf der Passhöhe in St. Christophen, um fit für die den breiten aber steilen und kurvenreichen Abstieg nach Vorarlberg zu sein. Am Ende des malerischen Klostertals wartet Bludenz als erste „Xsiberger Metropole“. Als Abschluss empfehle ich noch zusätzliche Kilometer Richtung Brandnertal. In der Pension Brunhilde in Bürserberg – kurz nach Bludenz den Berg hoch – wurde ich immer sehr nett willkommen geheißen.

Das Leben ist einsam auf der Landstraße – mit der Vespa ins Ländle und zurück

Aus dem italienischen Stadtbild ist die Vespa sowieso nicht wegzudenken. Mit dem Boom der „jungen“ Scooter (50 Kubik – rotes Taferl), sind auch bei uns die „großen“ Roller (zwischen 125 und 200 Kubik – weißes Taferl) wieder in Mode gekommen. So kann man das praktische Gefährt auch in österreichischen Städten immer öfter im Verkehrsgewühl entdecken. Trotz des Hypes wird vergessen, dass der City-Flitzer ein bequemes, wenn auch gemächliches Überlandfahrzeug ist. Beim zehntägigen Selbstversuch, mit einer Vespa PX200E Baujahr 1979 von Wien über Südtirol nach Vorarlberg zu reisen, werden andere Vespisti nur vereinzelt und im Umkreis größerer Städte gesichtet und freundlich gegrüßt. Die auf Bundesstraßen häufiger auftretenden Motorradfahrer haben hingegen nie einen Gruß für den Vespa-Fahrer übrig. Das Leben ist einsam auf der Landstraße.

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Published in: on 30. Juli 2005 at 18:53  Comments (3)  
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